Wassermelone

Mein Weg

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Nina Lux

Systemische Therapeutin (HPG)

Begleiterin für Tiefenimagination PTPP©

Die Tiefenimagination habe ich für mich selbst 2003 eher zufällig entdeckt und seither habe ich keine Methode kennengelernt, die ganzheitlicher und auf seelischer Ebene tiefer, sanfter und heilsamer wirkt.

2003 zeichnete sich das Ende meines Studiums der Soziologie, Völkerkunde und Psychologie ab und ich war dabei, meine Magisterarbeit zu schreiben. Ich war Ende 20, hatte eine Schreinerlehre absolviert, einigermaßen erfolgreich Soziologie, Völkerkunde und Psychologie studiert und das Leben schien sich irgendwie zu leben. Von außen sah alles ganz gut aus, doch innerlich war ich rastlos, orientierungslos und emotional verwirrt.

Ich wusste eigentlich nicht so genau, wer ich bin und was ich will. Alles lief, doch ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mein Leben lebte. Ich fühlte mich nicht sehr lebendig, wenn ich mich überhaupt fühlte.

Meine Gefühlswelt war damals eher flach und kontrolliert, oft fühlte ich auch eine große Unsicherheit. Oder einfach gar nichts. Ich orientierte mich im Außen, suchte und fand Halt und Identität durch die Dinge, die man eben so tut: Studium, Arbeit, Freunde, Feiern. Und das ging auch alles ganz gut. Es fühlte sich bloß nicht so richtig gut an. Von Selbsterfahrung hatte ich zwar eine Ahnung, konnte bisher jedoch keinen richtigen dazu Zugang finden.

Neugierige Katze

Eine neue Welt - in mir

Schließlich standen das Ende des Studiums und die Magisterarbeit an. Letztere schrieb ich über die Parallelen zwischen den Erkenntnissen westlicher Wissenschaften und indigenen schamanischen Weltbildern (– wobei sie eher ein emotional motiviertes Kündigungsschreiben an den Wissenschaftsbetrieb als eine wissenschaftliche Arbeit darstellte). Dazu wollte ich verschiedene Interviews führen, unter anderem eines mit dem US-amerikanischen ehemaligen Psychologieprofessor und Psychotherapeuten Eligio Steven Gallegos PhD, dem Begründer der Tiefenimagination (PTPP©). Die Tiefenimagination hatte ich durch eine Freundin kennengelernt und ich fand es interessant, dass ein Psychologieprofessor mit vermeintlich schamanischen Methoden arbeitete. (Wie sich später herausstellte, ist die Tiefenimagination ein psychologisches Verfahren und hat mit klassischem Schamanismus nichts zu tun, auch wenn sich die inneren Bilder häufig in Tiergestalt zeigen.)

 

Steve Gallegos erklärte sich freundlicherweise bereit, mir nach einer Veranstaltung in Konstanz ein Interview zu geben. Der Höflichkeit halber meldete ich mich dann zu diesem Seminar – Polaritäten & Imaginationsreisen – an, obwohl ich mit dem Kopf ganz woanders und inhaltlich ziemlich skeptisch war. Ich war damals noch vorwiegend rational geprägt und dachte etwas abwertend, dass sowas eh nur funktioniert, wenn man daran glaubt. Oder dass ich sowieso keine inneren Bilder sehen kann, weil ich mich nicht so gut spüren kann.

Das Interview mit Steve, der ein ausgesprochen humor-voller, tiefer, warmherziger, weiser Gesprächspartner ist, war toll.

Doch das begleitende Seminar, das ich eigentlich nur aus Höflichkeit gebucht hatte, barg einen riesengroßen Schatz für mich, was mich selbst am meisten überraschte …

Im Seminar saßen alle auf dem Boden im Kreis. Auch der Workshop-Leiter. Es gab einen Redestab, der herumgegeben wurde, und jede*r bekam Raum um gehört zu werden.

 

Schließlich begaben wir uns auf die erste innere Reise.
Ich folgte der Anleitung und erwartete NICHTS. Im Gegenteil: ich vielmehr große Zweifel, ob das mit den inneren Reisen bei mir überhaupt funktionieren würde.

Doch ohne auch nur annähernd darauf vorbereitet zu sein, landete ich in einem inneren Kino und lernte meine Innenwelt in ganzer Tiefe, Schönheit und in Farbe und 3D kennen. Darauf war ich nicht gefasst gewesen. Nicht nur, dass ich die Bilder und meine inneren Begleiter ganz klar und deutlich sehen und mit ihnen kommunizieren konnte – das, was sie mir zeigten und zu sagen hatten, war der Knaller!

 

Innerhalb einer einzigen Imaginationsreise erfuhr ich die Ursache für einen der schwierigsten inneren Konflikte in meinem Leben und erhielt gleichzeitig den Schlüssel dafür, wie ich diesen lösen konnte.

Das war mal echt abgefahren! Es war alles da. In mir. Und ich wusste vorher nichts davon – ja, ich ahnte es nicht mal.

Ich war geflasht. Und ich wollte mehr davon. Das war besser als jeder Kinofilm, jede Droge, jeder Rausch. Das war echt, das war lebendig und hatte ausschließlich gesundheitsfördernde Nebenwirkungen.Ich war geflasht!

Und ich wollte mehr davon.

Das war besser als jeder Kinofilm, jede Droge, jeder Rausch.

Das war echt, das war lebendig und hatte ausschließlich gesundheitsfördernde Nebenwirkungen.

Also meldete ich mich zur 3-jährigen Ausbildung an und fuhr fortan zweimal im Jahr für eine Woche ins schöne Waldviertel in Österreich, um mich auf innere Reisen zu begeben und mich selbst und meine Lebendigkeit besser zu verstehen, zu erforschen und zu erfahren. Anschließend machte ich die Ausbildung gleich noch einmal, denn im ersten Durchlauf war ich noch mitten in meinen eigenen Prozessen und diesmal wollte ich mich noch mehr auf das Begleiten anderer konzentrieren.

Diese sechs Jahre, in denen ich zwei Wochen im Jahr intensiv in die Tiefenimagination eintauchte, waren mit die prägendste Zeit meines Lebens und sind das Fundament meiner Selbstheilung und Persönlichkeitsentwicklung.

Seit dieser Zeit habe ich mich psychotherapeutisch und anderweitig weiter fortgebildet und inzwischen arbeite ich als Systemische Beraterin und Therapeutin (nach dem Heilpraktikergesetz) in eigener Praxis. Dabei ist die Tiefenimagination nach wie vor mein liebstes und wirkungsvollstes Werkzeug – sowohl in der Arbeit mit meinen Klient*innen als auch für mich selbst.

Heute weiß ich, wer ich bin und was ich will. Dieses Ich ist natürlich nicht starr und ständig im Prozess, im Wandel, im Wachsen und im Werden. Denn es ist zutiefst lebendig und Lebendigkeit ist fluide, wandelbar und spielerisch. Durch die tiefe Imagination bin ich in guter Verbindung mit meinem gesunden Kern und habe ein gutes Gespür für mich selbst. Ich habe Orientierung und Halt in meinem Inneren gefunden. Ich kenne meine Bedürfnisse, nehme sie wahr, kann sie formulieren und sorge gut für mich. Und wenn ich vor einer emotional herausfordernden Situation stehe, gehe ich als erstes nach innen und frage meine Imagination um Rat. Dort finde ich immer genau die Antworten, die ich brauche, um wirklich stimmige Entscheidungen zu treffen und gute Lösungen zu finden. Denn:

Logik bringt dich von A nach B.
Deine Imagination bringt dich überall hin.

Albert Einstein